Arbeit mit Flüchtlingen
Baden-Baden & Rastatt

Team Asyl kümmert sich um Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt „Wie ein Langstreckenlauf“

Rastatt (ve) – Was die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, das Jobcenter, der Landkreis und der Caritasverband für den Landkreis Rastatt bereits seit gut eineinhalb Jahren aktiv leben, ist nun in einem offiziellen Kooperationsvertrag festgehalten worden. Ziel des Vertrages ist es Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

„Eine gute Integration kann nur gelingen, wenn die zu uns Kommenden eine Arbeitsstelle haben und auf eigenen Beinen stehen können“, verdeutlicht der Geschäftsführer des Caritasverbandes, Norbert Rauscher. Entsprechend sieht der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, Ingo Zenkner, die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge als eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre: „Die Integration ist ein Langstreckenlauf, bei dem wir heute sagen können: Der Start ist uns bestens gelungen.“

Bereits im Januar 2015 wurde in der Agentur für Arbeit in Rastatt ein „Team Asyl für den Landkreis Rastatt“ gegründet. Acht Mitarbeiter der Agentur und des Jobcenters arbeiten hier gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin des Caritasverbandes Hand in Hand. „Alle Kollegen sitzen Tür an Tür und können sich so sehr schnell abstimmen“, wird der Leiter der Rastatter Geschäftsstelle, Stefan Faust, in der Pressemitteilung zitiert.
Das Problem: Viele Flüchtlinge, meist jung und hochmotiviert, kommen ohne formale Qualifikationen nach Deutschland. „Eine gelungene Integration beginnt mit dem Erwerb der Sprache, denn dann können die Flüchtlinge auch leichter in den Arbeitsmarkt integriert werden“, berichtet Hubert Schmidutz, Sozialdezernent des Landkreises Rastatt. Bereits mit Grundkenntnissen können erste Praktikums- und Ausbildungsstellen vermittelt werden. „Langfristig können die Flüchtlinge ein wichtiger Baustein sein, wenn es darum geht dem Fachkräftemangel in Deutschland offensiv entgegen zu treten“, so Ingo Zenkner. Er unterstreicht, dass kein Flüchtling einem arbeitsuchenden Deutschen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz wegnimmt: „Wir haben deutlich mehr freie Stellen als geeignete Bewerber und erwarten, dass dieser Trend in den kommenden Jahren anhalten wird, wenn geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen.“ Zudem würden die Flüchtlinge sich für Stellen interessieren, die teilweise seit Jahren nicht besetzt werden konnten, beispielsweise in der Pflege.

Das „Team Asyl für den Landkreis Rastatt“ bietet ein Rund-um-Paket für Asylbewerber und -berechtigte. Mit der Schaffung des Teams konnten Schnittstellen verringert und der Austausch zwischen den einzelnen Stellen verbessert werden. Zahlreiche Ehrenamtliche wurden in das Projekt mit eingebunden. „Der Start war absolut positiv, sodass wir auch die große Flüchtlingswelle im letzten Sommer gut meistern konnten“, freut sich der Geschäftsführer des Jobcenters für den Landkreis Rastatt, Jürgen Walke.



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